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30 Jahre europäische Bildungszusammenarbeit

Das Erasmus-Programm der Europäischen Union feiert seinen 30. Geburtstag. 1987 wurde es ins Leben gerufen, um den Austausch von Studierenden in Europa zu fördern. Damals wagten 657 deutsche Studentinnen und Studenten den zeitweiligen Schritt ins Ausland. Inzwischen sind es fast 1,3 Millionen Studierende, die über Erasmus für eine Zeit in einem anderen europäischen Land studiert haben. Das Förderangebot ist sukzessive für Auszubildende, Schülerinnen und Schüler, für die Erwachsenenbildung und die außerschulische Jugendarbeit ausgeweitet worden. Mit Erasmus+ besteht nun seit 2014 ein gemeinsames EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport. Bis 2020 werden europaweit mehr als vier Millionen Menschen aus Hochschule, Schule, Berufsbildung, Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und Sport mit Erasmus+ Auslandserfahrung gesammelt haben.

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/anniversary_de

Patrycjusz Ceran, Bergretter beim Freiwilligen-Such- und Rettungsdienst, schildert seine Erfahrungen: "Als Freiwilliger halten Sie einen Augenblick inne und denken sich in die Mitmenschen hinein. Sie können neue Freundschaften schließen, neue Fähigkeiten erwerben und glücklicher werden. Der Zeitaufwand und die Anstrengungen lohnen sich wirklich."

Lebenserfahrung in einem anderen europäischen Land öffnet Erasmus +-Teilnehmern die Augen: Sie betrachten die Dinge aus einer neuen Perspektive, bekommen neue Ideen und engagieren sich mit Begeisterung in ihrer Gemeinschaft. 88 % der Teilnehmer/-innen an Partnerschaften mit einer Europäischen Schule geben an, ihre sozialen Fähigkeiten bereichert zu haben. 4 von 5 Teilnehmern/Teilnehmerinnen an Jugendaustauschprogrammen sagen, dass sie sich nun mit größerer Wahrscheinlichkeit in die Gesellschaft einbringen werden.

Die Generation Erasmus+ setzt sich aktiv für den Wandel ein, den sie in Europa herbeiführen möchte. 81 % der mobilen Studierenden an Hochschulen nahmen an den Wahlen zum Europäischen Parlament 2014 teil, verglichen mit nur 30 % der jungen Menschen allgemein. Ferner geben 83 % der ehemaligen Erasmus+ -Teilnehmer/-innen an, während ihres Auslandsaufenthalts erstmals bewusst eine europäische Perspektive eingenommen zu haben. Dr. Pablo Biderbost, Gründer und Koordinator des Projekts „Bringing Europe Closer“ stellt hierzu fest: „Erasmus+ trägt auch zum Aufbau von institutionellen Kapazitäten bei, die es ermöglichen, europäische Werte wie Solidarität, freie Meinungsäußerung und Gleichheit zu teilen.“

Durch Lernen voneinander und Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen und Projekten ist die Erasmus+-Generation besser als je zuvor dafür gerüstet, ihren Beitrag in der heutigen Welt zu leisten.

Wir alle können uns gesellschaftlich engagieren. Aus diesem Grund lädt die EU-Kommission Sie ein – ehemalige, derzeitige und zukünftige Erasmus+-Teilnehmer/-innen, den Treffpunkt „Generation Erasmus+“ zu besuchen. Diese Online-Plattform bietet Einzelpersonen und Gruppen die Gelegenheit, über die Gestaltung und Zukunft von Erasmus+ zu diskutieren. Wir wissen, dass Sie etwas zu sagen haben. Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen!

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