Schulbildung

Ziele

Erasmus+ unterstützt die Ziele der EU-Strategie "Europa 2020" für Wachstum, Arbeitsplätze, soziale Gerechtigkeit und Integration. Die wichtigsten Ziele für den Schulbereich sind:

  • die Quote der Schulabbrecher in der EU bis 2020 auf unter 10 Prozent zu senken;
  • die für Arbeitsmarkt und Gesellschaft benötigten Schlüsselkompetenzen zu verbessern;
  • die beruflichen Kompetenzen von Lehrkräften und Schulleitungen zu stärken;
  • die Teilnahme an und die Qualität der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung zu verbessern.

Weitere Informationen zu den Themen, Vorhaben und Zielen der EU-Bildungskooperation stellen wir auf unserer Seite Informationen zur EU-Bildungskooperation zur Verfügung.

Für jedes Programmjahr legt die EU-Kommission Prioritäten fest (siehe Programmleitfaden), die die Förderschwerpunkte des Programms beschreiben. Bei der Antragstellung muss mindestens eine Priorität ausgewählt werden.

Zielgruppen

Erasmus+ im Schulbereich ist offen für alle Organisationen, die Projekte im Bereich Schulbildung und berufliche Bildung planen. Sowohl öffentliche wie private Einrichtungen, aber auch Unternehmen sind antragsberechtigt. 

Leitaktionen im Schulbereich

Die Nationale Agentur im PAD setzt in Deutschland das Programm im Schulbereich um. Unter Erasmus+ Schulbildung können Einrichtungen beim PAD Projekte in zwei Leitaktionen des Programms beantragen:

Leitaktion 1: Mobilitätsprojekte für Schulpersonal

Projekte, in denen durch Fortbildungsmaßnahmen für Schulpersonal (individuelle Lehr- und Lernaufenthalte von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften) in anderen Programmstaaten die Schulentwicklung gefördert wird (z. B. in den Bereichen Unterrichts- oder Steuerungsqualität oder Internationalisierung). Ein solches Mobilitätsprojekt umfasst die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Verbreitung des Lernzuwachses mehrerer Fortbildungsmaßnahmen in der geförderten Einrichtung.

Aktivitäten im Rahmen der Leitaktion 1 im Schulbereich

  • Unterrichten an einer Partnereinrichtung,
  • Teilnahme an europäischen Fortbildungskursen und Konferenzen,
  • Hospitation bzw. "Job-Shadowing" an einer Partnereinrichtung oder an einer für die Schulbildung relevanten Einrichtung.

Leitaktion 2: Erasmus+ Schulpartnerschaften

Im Fokus der Erasmus+ Schulpartnerschaften stehen Begegnungen von Schülerinnen, Schülern und ihren Lehrkräften. Die Projektarbeit sollte sich Themen wie demokratischer Bildung oder der Vermittlung interkultureller Kompetenzen und Toleranz in der Schule widmen. In diesem Projekttyp werden außerdem Langzeitaufenthalte von Kindern und Jugendlichen an einer Partnerschule gefördert. In der Regel werden ein- bis zweijährige Schulpartnerschaften zwischen zwei bis sechs Schulen gefördert.

Leitaktion 2: Konsortialpartnerschaften

Konsortialpartnerschaften (Strategische Partnerschaften im Konsortialprinzip) umfassen neben Schulen weitere Bildungseinrichtungen, wie z.B. Hochschulen, Kindergärten oder Schulbehörden. Dadurch können sich Bildungseinrichtungen stärker vernetzen und bewährte Verfahren und Methoden austauschen. Auch die Entwicklung von innovativen, hochwertigen Produkten, wie z.B. einer Lern-App o.ä., ist möglich. An Konsortialpartnerschaften sind Einrichtungen aus mindestens drei Programmstaaten beteiligt. Eine Partnerschaft im Konsortialprinzip kann sowohl sektoral – d.h. innerhalb des Sektors Schulbildung – als auch sektorübergreifend – d. h. zwei oder mehr Sektoren (z.B. Hochschule, Schule, Jugend) betreffend – angelegt werden.

Diese Partnerschaften folgen dem Konsortialprinzip, das heißt, dass die koordinierende Einrichtung einen Antrag für alle Partner bei ihrer Nationalen Agentur (NA) einreicht. Wird der Antrag bewilligt, schließt die NA die Finanzhilfevereinbarung nur mit der koordinierenden Einrichtung ab. Der Koordinator verwaltet das Budget für alle beteiligten Partnereinrichtungen.

Es gibt zwei Projekttypen:

  • Partnerschaft zum Austausch guter Praxis: Hier geht es um die Vernetzung, den Austausch und das Voneinander-Lernen der Partnereinrichtungen. Im Programmleitfaden werden Schulpartnerschaften als Sonderform der Strategischen Partnerschaften zum Austausch guter Praxis dargestellt, folgen jedoch speziellen Bedingungen.
  • Partnerschaft zur Unterstützung von Innovationen: Hier sollen innovative Konzepte und Materialien entwickelt werden (Intellectual Outputs/Geistige Leistungen), die von substanzieller Qualität sind und auf den Nutzen und die Verwendbarkeit von Dritten zielen (beispielsweise Lehrpläne, pädagogische Materialien, freie Lehr- und Lernmaterialien, IT-Tools, Analysen, Studien). Für die Erarbeitung der Intellectual Outputs sowie die Durchführung von Multiplikatorenveranstaltungen können zusätzliche Fördermittel beantragt werden.

eTwinning – Netzwerk für Schulen in Europa

Das EU-Programm eTwinning verbindet Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa. Sie finden mit eTwinning unkompliziert Partnerschulen für gemeinsame Lernaktivitäten. Auch deutsche Einrichtungen können miteinander kooperieren. Für den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen eröffnet eTwinning vielfältige Möglichkeiten. Das umfangreiche Fortbildungsangebot umfasst Seminare im In- und Ausland sowie Onlinekurse. eTwinning unterstützt Sie auf dem Weg zu einer medienpädagogisch und europäisch ausgerichteten Schule. 

Mehr Informationen zu eTwinning

School Education Gateway

Das in 23 europäischen Sprachen vorliegende School Education Gateway ist die zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte, SchulleiterInnen, PolitikerInnen, Fachleute und andere Berufsgruppen der schulischen Bildung. So bietet beispielsweise die Teacher Academy im School Education Gateway Online-Kurse und Materialien zur Fortbildung an. Auf den Themenseiten erhalten Sie vielfältige Hintergrundinformationen und Unterrichtstipps zum Beispiel zu "Sprachen lernen", europäische Bürgerschaft, Integration oder anderen relevanten Bildungsthemen.

Unterstützung und Beratung

Die Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich beim PAD unterstützt Sie bei Ihrer Antragstellung. Wir beantworten gerne Ihre Fragen zum Programmleitfaden und zum Antragsprozess. Nutzen Sie unsere kostenlose Servicenummer 0800 372 76 87, die an Wochentagen von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 15:30 Uhr besetzt ist.

Mehr Informationen auf der Website der NA im PAD