Balkanstaaten können bald an Erasmus+ teilnehmen

Der Kreis der an Erasmus+ teilnehmenden Staaten erweitert sich: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien sind auf dem Weg zu einer teilweisen Beteiligung am Europäischen Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (2014-2020).

Verschiedene Staaten Europas als Puzzleteile neben- und übereinander liegend

Bald weitere Teilnehmerstaaten für Erasmus+

Am 19. Juni 2014 haben die Minister und Vizeminister von Albanien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro jeweils ein Abkommen zur partiellen Teilnahme am Programm Erasmus+ unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand im Rahmen der 3. Ministerkonferenz der Westbalkan-Plattform für Aus- und Weiterbildung (WBPET) am 19. und 20. Juni in Brüssel statt und bedeutet für die Länder einen weiteren Schritt hin zu einer Teilnahme an Erasmus+.

Noch können diese Länder keine eigenen Nationalen Agenturen einrichten. Mit dem Inkrafttreten der unterzeichneten Abkommen können sie jedoch an Aktionen teilnehmen, die zentral von der EU-Kommission verwaltet werden. Dazu zählen etwa Internet-Plattformen wie eTwinning, die Schulen in Europa über das Internet miteinander verbindet, sowie die Unterstützung politischer Reformen.

Aufgrund des Abkommens können Institutionen und Organisationen in diesen Ländern als Partnerländer von der externen Zusammenarbeit in den Bereichen Hochschulbildung und Jugendmobilität aus der und in die EU sowie durch Fortbildungen profitieren.

Die Vereinbarung mit Serbien wurde bereits einige Tage früher wirksam. Sie war von den serbischen Behörden am 25. April unterzeichnet worden und trat am 11. Juni 2014 mit der Gegenzeichnung durch die Europäische Kommission in Kraft. Ebenso wie für Albanien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro ermöglicht das Abkommen eine teilweise Beteiligung Serbiens an Erasmus+.

Zur Original-Pressemeldung auf den Seiten der Europäischen Kommission