Eine Erfolgsgeschichte für Azubis

Immer mehr Auszubildende in Deutschland nutzen das neue europäische Bildungsprogramm Erasmus+, um während der Ausbildung ins Ausland zu gehen.

Diese positive Bilanz hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einer Pressemitteilung vom 9. Januar 2015 veröffentlicht.  Bundesbildungsministerin Johanna Wanka nannte darin Erasmus+ "eine Erfolgsgeschichte gerade auch für Azubis."

Knapp 18.000 junge Menschen haben 2014 während ihrer Ausbildung einen Lernaufenthalt in einem der 33 am Programm teilnehmenden europäischen Staaten durchgeführt. Dies sind 2.000 beziehungsweise 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die beliebtesten Zielländer bei den deutschen Azubis waren 2014 Großbritannien mit rund 7.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, gefolgt von Spanien (ca. 1.700), Frankreich (990) und Irland (970). Die Höhe des Zuschusses für die Auslandsaufenthalte orientiert sich an den Fahrtkosten und tatsächlichen Lebenshaltungskosten im Gastland. Für die Betriebe werden zudem die Vorbereitung der Teilnehmenden und die Organisation des Auslandseinsatzes übernommen.  Mit diesem Angebot ist es gelungen, das Interesse bei Auszubildenden und Betrieben für eine Auslandsstation deutlich zu steigern, und dies bereits im ersten Jahr der Einführung von Erasmus+.

Die Zahl der Auslandsaufenthalte in  der Berufsausbildung zu erhöhen ist ein bildungspolitisches Ziel der Bundesregierung: Im Koalitionsvertrag wird eine Verdoppelung der Mobilität von Auszubildenden bis 2017 angestrebt und  der Bundestag hat im Jahr 2013 empfohlen, den Anteil international mobiler Auszubildender bis zum Jahr 2020 auf zehn Prozent zu steigern. Die Zielmarke der europäischen Union liegt bei 6 Prozent bis 2020. Derzeit absolvieren über vier Prozent der Auszubildenden in Deutschland einen Auslandsaufenthalt.

Mehr Informationen:

Zur Pressemitteilung des BMBF
Zur aktuellen Statistik auf der Website der NA beim BIBB