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„Wir wollen gemeinsam weitermachen!“

Schulbildung

Internationale Schulbegegnungen sind derzeit nicht möglich: Auch das Giebichenstein-Gymnasium in Halle musste ein Erasmus+ Treffen in Italien absagen. Die europäische Zusammenarbeit geht aber weiter – jetzt erst recht.

Jugendliche sitzen um einen Tisch und sprechen miteinander

Europäischer Schulaustausch mit Erasmus+

„Meine Schülerinnen und Schüler sind gerade sehr traurig. Eigentlich wäre am Montag unser Ankunftstag in Italien gewesen“, berichtet Beate Zahn vom Giebichenstein-Gymnasium "Thomas Müntzer" in Halle an der Saale. Seit September 2018 arbeitet die Lehrerin zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Irland, Polen und Italien an einem Erasmus+ Projekt zum Thema "Youth votes for Europe", bei dem es um Demokratieerziehung und europäische Werte geht. Parallel zur Europawahl 2019 hatten die vier beteiligten Schulen „Juniorwahlen“ abgehalten, bei denen die Jugendlichen selbst abstimmen konnten.

Der PAD begleitet die Vorbereitungen, die internationalen Projekttreffen und die Erlebnisse der Schülerinnen und Schüler mit einem eigenen Blog.

Am 10. März organisierte das Erasmus+ Team der Jahrgängen 9 und 10 am Giebichenstein-Gymnasium noch einen Europatag mit verschiedenen Spielen und Aktivitäten. Im Anschluss daran wollten sich die Lehrkräfte und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an der italienischen Partnerschule in Barga treffen.Mittlerweile ist für Projektkoordinatorin Beate Zahn klar: „Wir werden heuer kein weiteres internationales Treffen mehr organisieren können, das ist leider ausgeschlossen.“

Europäische Solidarität und Zusammenhalt

Der Kontakt mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Ausland ist aber trotz der Schulschließungen nicht abgebrochen. Über einen Messenger-Dienst schreiben sie sich weiterhin Nachrichten, erzählt Beate Zahn. „Wir sind uns auch alle einig, dass wir weitermachen wollen. Für 2021 haben wir wieder einen Erasmus+ Antrag gestellt, mit den gleichen Partnerschulen. Sobald unsere Schulen wieder normal arbeitsfähig sind, werden wir das gemeinsame Erasmus+ Projekt auf der Onlineplattform eTwinning fortsetzen. Ich bin da ganz zuversichtlich, weil wir wirklich tolle Partner haben. Momentan versuchen wir einander Mut zuzusprechen und füreinander da zu sein. Das tut in einer solchen Krisensituation sehr gut und drückt auch aus, worum es bei Erasmus+ geht: Europäische Solidarität und Zusammenhalt.“